10. September 2010 18:52
Navigation
-> Home
-> News-Archiv

-> Reviews
-> Interviews
-> Berichte
-> Specials

-> Termine
-> Galerie
-> Forum
-> Downloads
-> Links
-> Suche

-> Impressum
-> Redaktion
-> Partner
-> Jobs
Die neuesten Reviews:
 Grey Waters - Bel...
 Bleed The Man - B...
 Eisnebel - Anthem...
 Armagedon - Death...
 Austere - Only th...
 Whirling - Facele...
 October Falls - A...
 Kilte - Absence
 Hacavitz - Metztl...
 Godless Rising - ...
Die neuesten Interviews:
-> Erebos [September.2...
-> Riger [August.2010]
-> 1349 [Juli.2010]
Die neuesten Berichte:
-> Zonk Festival 2010 ...
-> Up Ewig Ungedeelt B...
-> Northern Lights Fes...
Die neuesten Specials:
-> Special: Obituary
-> Demos – Ein Stück M...
-> Special: Rückblick ...
Öffentliche Umfrage
Wie viele Tonträger [CDs/Tapes/Vinyls) kaufst du dir im Monat?

1 bis 5

6 bis 10

11 bis 15

16 bis 20

mehr als 20



Ergebnisse / Archiv
Newsletter
Du musst dich anmelden um den Newsletter zu abonnieren.
Online Stats
Gäste online: 5
Mitglieder online:
keine Mitglieder online


registrierte Mitglieder: 95
neuestes Mitglied: nostromo

Online: 5
Max. pro Tag: 11262
Gesamt: 705478

seit November 2008
Rock Hard Festival 2010
rh-festival-flyer


Bereits im Vorfeld war schon klar, dies sollte wieder einmal ein ganz besonderes Rock Hard Festival werden, denn sukzessive setzten die Veranstalter einen Knaller nach dem Nächsten auf das exquisite Billing. Sei es nun die exklusive Deutschland Reunion der Traditionsthrasher von "Exhorder", die einzige Deutschland-Show der All Star Death Metal-Kapelle "Bloodbath" in diesem Jahr oder die wiedervereinigten "Accept", die eine der ersten Shows mit neuem Frontmann zum Besten geben würden. Im Prinzip war wieder für jeden Geschmack etwas Bekömmliches zu finden.

Leider stand das Festival anno 2010 aber auch unter dem grauen Mantel eines schweren Schicksalsschlages für die Metalgemeinschaft. Nur wenige Tage vor dem Auftakt erlag der legendäre Ronnie James Dio seinem Krebsleiden, dem nun gebührend gedacht wurde, indem in den Pausen überall seine größten Hits gespielt wurden.

Bemerkenswert magisch erschien zugleich der positive Wetterumschwung. Wo noch Tage vorher Regen und Tristesse vorherrschten, konnte im hiesigen Amphitheater nun Sonne satt genossen werden. Da blieb kein Zweifel: Der liebe Ronnie saß strahlend neben Petrus und hatte seinen Jüngern ein ganz fantastisches Festivalwetter beschert.

Das Campinggelände konnte wie gewohnt zur Mittagszeit des Donnerstags bereist werden. Hier gab es jedoch zugleich eine signifikante, aber offenkundig notwendige Neuerung. Da bereits im letzten Jahr das Gelände unter Überfüllung litt, woran eine beträchtliche Quote an "Schwarzcampern" nicht ganz unbeteiligt gewesen sein mag, wurden nun die Einlasskontrollen verschärft, sodass man im Regelfall nun wirklich nur mit dem korrekten Bändchen Zugang zum Zeltplatz erhielt.

Freitag

Die Sonne lockte schon relativ früh einige der Alkoholleichen des Vortages aus den Zelten und versprach einen glorreichen Tag voller guter Acts und gut gekühlten Bieren am Bühnenbereich. Die Ersten, die heute ihre Breitseite aus schwarz angehauchtem Thrash Metal durch die boxen ballern durften, waren die noch relativ jungen, aber dennoch hoffnungsvollen Bergisch-Gladbacher "Ketzer". Ihre üble Mischung aus aggressivem Geprügel und traditionellen Riffgewittern erfreute die Herzen der Anhängerschaft und sollte die Gotteslästerer zu eine DER Neuentdeckungen des Festivals grassieren lassen.

Der okkulte Necromantic Death Metal, der sich ansonsten Live sehr rar machenden "Necros Christos" blieb dem Verfasser dieser Zeilen leider verwehrt, wurde aber überwiegend mir negativen Bekundungen seitens der Befragten abgestraft. Ein ähnliches Schicksal der Absenz, ereilte auch die Death Doom Progger von "Katatonia", war dem entgegen die allgemeine Meinung überwiegend positiv ausgefallen.

Pünktlich zur schwedischen Panzerbataillon "Sabaton" fand man sich im vorderen Bühnenbereich wieder ein und feierte mit den sympathischen Sextett zu alten Klassikern der Marke "Primo Victoria", sowie auch zu ganz neuen Schätzen des kürzlich erschienenen "Coat Of Arms"-Album, von denen es nicht nur der Titeltrack und "Uprising" auf die Set-List geschafft hatten. Wieder einmal ein grandioser Auftritt einer noch grandioseren Band.

Der Auftritt von "Bloodbath" war an diesem Tage sichtlich etwas ganz Besonderes, denn war bereits im Vorfeld schon klar, dass man Akerfeldt & Co. dieses Jahr deutschlandweit nur in Gelsenkirchen zu sehen bekommen würde. Der Auftritt der All-Star Deather war ein regelrechtes Schlachtfest an bleischweren Riffungetümen und lässt nicht das geringste Maß an Kritik zu, außer man steht vielleicht nicht auf die ultrabrutale Todeskost aus dem hohen Norden.

Headliner des ersten regulären Festivaltages sollten "The Devil's Blood" sein. Wer sich fragt, wie es ein vor kurzem noch gehandelter Geheimtipp der Nische Psychedelic Rock an die Spitze der Running Order geschafft hat, kann sich dies – vor allem im Nachhinein - wohl nur mit der Antwort erklären, dass es der okkulten Show ein gewisses Maß an Düsterkeit bedarf. Musikalisch gibt’s hier im Prinzip auch nicht wirklich viel zu bemängeln, außer, dass sich Frontfrau Farida einige Male ziemlich derbe versungen hat. Ansonsten muss man für die sehr eigene Musik schon etwas übrig haben um Gefallen an den Niederländern zu finden.

Samstag

Am zweiten Tag spielte die erste Band bereits pünktlich bei Anbruch des Mittags um 12.45 Uhr. Opener des Samstag waren dabei die nicht zu Unrecht als "Blind Guardian"-Erben auserkorenen "Orden Ogan" aus dem schönen Sauerland, die mit ihrem Frontmann Seeb einen ganz hervorragenden und nebenbei auch studierten Musiker in ihren Reihen haben. Diese erspielten sich unter anderem mit ihrem jüngsten Hit "We Are Pirates" einige neue Fans und werden mit Sicherheit auch nicht von weniger Leuten, bei den noch folgenden Festivalauftritten beim Wacken Open Air und dem Exile Festival in Herne-Wanne Eickel heimgesucht werden.

Diesem starken Act folgten die vom Schicksal geplagten, britischen Neo Thrasher "Evile", die zumindest musikalisch den Verlust ihres im letzten Jahr verstorbenen Bassisten Mike Alexander gut weg gesteckt haben. An diesem fulminanten Thrash-Brett knüpften die italienischen Prügelknaben "Bulldozer" an, die einen Circle Pit nach dem anderen entfesselten und mit absoluter Sicherheit zu den großen Gewinnern des Festivals zählen. Bei den gezeigten Livequalitäten ist es nahezu verwunderlich, dass die Band nie den ganz großen Wurf landen konnte.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei und da die Macher des Rock Hard nicht auch erst seit dem letzten Jahr für ihr gutes Händchen an erlesenen Thrash Bands bekannt sind, gedachten vorerst die dänischen "Artillery", den Feinschmeckern härter Kost den Sattmacher verpassen.

Nun konnten die ganz harten Burschen ein wenig die malträtierten Knochen bei den nicht minder schnellen, aber durchaus melodischeren "Raven" schonen. Den Kopf ruhig zu halten gelang es einen bei dem bombastischen Auftritt zwar nicht, aber solch einen Klassiker bekommt ja auch schließlich nicht jeden Tag serviert.

Vorerst einmal wieder genug der Schonzeit und ganz rüde weiter im Takt. Es wurde Zeit sich die extra zu diesem Anlass reformierten "Exhorder" zu gönnen, die ihren Kultstatus eben nicht nur mit "Slaughter In The Vatican" zu rechtfertigen wissen, sondern auch mit beeindruckenden Fertigkeiten auf der Bühne. Die zahlreichen Moshpits danken herzlichst!

Zuerst war ich sehr skeptisch: "Accept" ohne Udo Dirkschneider? Das kann doch nur in die Hose gehen! Um es vorwegzunehmen, das ging es weiß Dio nicht. Mark Tornillo ist ein brillanter Frontmann, der die Songs genau so darbietet wie es nur uns-Udo selber könnte, wenn nicht sogar noch besser. Also liebe Kritiker, Futterluke schön geschlossen halten und die alten Klassiker einfach genießen. Fanherzen schlugen bei Krachern wie "Metal Heart", "Restless And Wild", "Fast As A Shark" und "Princess Of The Dawn" regelrecht in die Höhe und auch die jüngere Generation schien einen Titanen der 80er Jahre für sich wieder zu entdecken. Wer sich das geschenkt hatte, war wirklich selber schuld.

Normalerweise könnte eigentlich jede Band, die das schwere Los hat, danach noch die Bühne zu entern nur verkacken. Mille Petrozza und seine Mannen wären aber nicht die German Trash Institution seit Jahr und Tag, die als Referenz für alles Übrige dient, wenn ihnen das nicht doch gelingen würde. In diesem Sinne entfesselten "Kreator" den Fürsten der Finsternis höchst persönlich und kredenzten der tobenden Meute ein Set mit dem Besten was die Band zu bieten hat, inklusive der unverzichtbaren "Flag Of Hate" in der obligatorischen Zugabe.

Sonntag

Der Anfang vom Ende ging am letzten Tag des Festivals von den fantastischen "Sacred Steel" aus, die leider völlig unbegründet die undankbare Dosenöffnerposition inne hatten. Hier wurde einem, im bedauerlicherweise nur sehr spärlich gefüllten Amphitheater, eine herrliche Mischung aus Speed, Thrash und klassischem Heavy Metal dargeboten. Besser kann man einen Tag kaum mehr beginnen.

Nicht sehr gut wird die gellende Hitze und die Helligkeit den melodischen Schwarzheimern von "Keep Of Kalessin" ins Konzept gepasst haben, sollten sich solche Vollblutmusiker doch von einer derartigen Lappalie nicht aus der Fassung bringen lassen. Das Publikum wird die Entschädigung in Form von Kostproben des neuen Kolosses "Reptilian" schon zu würdigen gewusst haben.

In den 80er Jahren so häufig anzutreffen wie Fußpilz im Freibad, waren einst die Hair Metal Bands, die man in der heutigen Zeit nur noch recht selten auf Festivals zu sehen kriegt. Doch ganz in der Tradition von "Mötley Crüe" stehen "Crashdiet" aus Schweden. Wer dem Glamour von einst hinterher trauert, hat hier wohl seine Erfüllung gefunden.

Wirklich exotisch wurde es darauf folgend mit "Orphaned Land" aus Israel. Wer etwas für progressiv angehauchten Schwermetall mit Death-Schlagseite im orientalischen Gewand erübrigen kann, sollte diese Truppe mal näher im Auge behalten.

Nun durften die Traditionellen unter der langhaarigen Bruderschaft der Kuttenträger wieder das Theater in Beschlag nehmen, "Virgin Steel" waren an der Reihe und spielten ein Set, das vorwiegend aus alten Klassikern bestand und einen beträchtlichen Sicherheitsabstand zu opernhaften Experimenten der jüngeren Vergangenheit einhielt.

Welche großen Worte könnte man noch über eine so herausragende Band wie "Nevermore" verlieren? Wohl kaum welche, die diesen Ausnahmemusikern gerecht werden würden. Neben bereits bekannten Ohrwürmern wie "The Heart Collector" oder "Enemies Of Reality" wurden auch Songs vom in kürze erscheinenden "The Obsidian Conspiracy"-Album gespielt. Man darf sich da echt auf etwas gefasst machen, in Sachen Qualität wird es, den ersten Hörproben nach zu Urteilen, dem hochgelobten Vorgänger "This Godless Endeavor" in nichts nachstehen.

Vor einer etwas längeren Umbaupause für den Headliner des letzten Abends in Form von "Rage", inklusive dem "Lingu Mortis Orchestra", haben noch die Bombast Metaller "Sonata Arctica" die furchtlosen unter den Weichspülern mit ihren Effekten vom Band die Ohrmuschis traktiert, ehe der unglaublich originelle "Mambo Kurt" kurzweilig seine Orgelrituale praktizieren durfte.

Irgendwann später konnte man endlich die Töne der deutschen Schwermetallinstitution vernehmen. Die orchestralen Arrangements boten zwar eine beeindruckend epische Kulisse, konvergierte die eigentlich recht hübsche Idee zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mit dem musikalischen Wünschen des Autors. Dazu wären wohl "Slayer" von Nöten gewesen. Also liebes Rock Hard Team, ihr wisst was ihr 2011 zu tun habt.

Auch dieses Jahr haben es die Veranstalter wieder einmal geschafft, ein unvergessliches Festivalerlebnis aus dem Boden zu stampfen, dafür ein fettes Dankeschön!

Redakteur: Matthes
Festivaldatum: 21.-23. Mai 2010
Homepage: HIER
Kommentare
Dieser Beitrag wurde noch nicht kommentiert.
Kommentar hinzufügen
Nur Mitgliedern ist das Kommentieren gestattet.
Bewertungen
Nur Mitglieder können Bewertungen abgeben.

Bitte einloggen oder registrieren.

Keine Bewertungen abgegeben.
Banner
Login
Benutzername

Passwort



Noch kein Mitglied?
Registriere dich jetzt.

Passwort vergessen?
Jetzt ein neues Passwort zuschicken lassen.
CD der Woche

Bleed The Man
Behind The Walls Of Reality

Ereignisse
<< September 2010 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      
Heute: Morgen:
Shoutbox
Gästen ist das schreiben von Mitteilungen nicht erlaubt.


26.08.2010
KA, hatte am 23. Geburtstag.^^

23.08.2010
Wer is Sinahil?!

23.08.2010
Alles Gute, Sinahil!^^

18.08.2010
Los los! An die Arbeit!

13.08.2010
jo, mir a^^

Copyright © 2010 Rottinghill.at

RSS Feed

v 2.0.11