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Am 31. wurde die Burg Frauenstein (u.a. Location für das Summer Nights Open Air 2008 und 2009) im Zuge des Sturm auf die Burg II belagert. Mit dabei waren vier namhafte Black Metal-Truppen: "Thorngoth" und "Amystery" aus Bayern, "Selbstentleibung" aus Wien und die Niederösterreicher "Schwarzkristall". Dass die Burg Frauenstein direkt am Inn, die inoffizielle Grenze zwischen Oberösterreich und Niederbayern, eine traumhafte Location ist, sollte bereits länger bekannt sein. Nun wurde das Innere der Burg neu renoviert und erstrahlt in neuem Glanz. So hat man hiermit eine sehr gute Location gewählt. Leider war der Weg zum Austragungsort nicht beschildert, was für mich als Anrainer zwar kein Problem dargestellt hat, aber womöglich für Besucher, welche weiter als 30 Kilometer zu fahren hatten. Nun gut, in Frauenstein kurz vor dem offiziellen Einlass angekommen, ging es in das Burginnere. Viel war noch nicht los, was sich innerhalb der nächsten Stunde jedoch glücklicherweise geändert hat. Zu den ersten Tönen von "Schwarzkristall", welche leider gut 50 Minuten verspätet zu spielen begonnen haben, war der Raum schon gut gefüllt. Leider auch mit ein paar wenigen, dafür ziemlich gut angeheiterten Mannen. Wie auch immer, zu den Bands: "Schwarzkristall": Um kurz vor 21:00 Uhr ging es also los. "Schwarzkristall" enterten die Bühne. Die Vorfreude war groß, da ich das Geschehen um die Band bereits länger mitverfolge, jedoch nie in den Genuss eines Konzertes gekommen bin. So musste ich mich immer mit dem (immerhin äußerst gelungenen) Demo aus dem Jahre 2009 zufrieden geben. Aber zum Auftritt. Dieser war ebenfalls ziemlich gut. Der Sound war roh, aber dennoch klar genug, um die Musik ausreichend genießen zu können. Jedoch gab es Probleme bei einem der Keyboard-Zwischenspiele von Sänger und Gitarrist Noctar, was jedoch nicht weiter tragisch ist. Alles in allem haben vier Musiker also einen guten Auftritt abgeliefert. Gerne wieder, mit längerer Spielzeit, kann ich da nur sagen!
"Selbstentleibung": Nun waren die inoffiziellen Headliner des Abends an der Reihe. Immerhin waren bei keiner anderen Band an dem Abend mehr Leute vor der Bühne, auch nicht bei den offiziellen Headlinern "Thorngoth". Die Herren haben am Samstag eine ganz spezielle Show abgeliefert, bei welcher lediglich Lieder aus ihrem kommenden, zweiten Album "kategorie:tot", welches hoffentlich in zirka einem Monat über Nihilistic Empire Records erscheinen soll, präsentiert wurden. Meiner Meinung nach sollte das Album das Erstlingswerk der Wiener, mit welchem der Truppe ein guter Einstand gelungen ist, toppen können, denn das dargebotene, neue Material hat mir wirklich gut gefallen. So haben auch die fünf Herren aus unserer schönen Hauptstadt einen guten Auftritt absolviert, wobei die Atmosphäre bei jenem am Triumphant Return Of Blackness Festival im Dezember 2011 doch eine Spur düsterer ausgefallen ist. Womöglich, da man damals einfach (nahezu?) komplett auf die Lichteffekte verzichtet hat.
"Amystery": Zu bereits später Stunde - kurz vor 23:00 Uhr - war die erste der beiden bayrischen Kapellen an der Reihe. "Amystery" existieren nun seit gut elf Jahren, haben drei Alben veröffentlicht und waren mir vor dem Auftritt kein Begriff. Zur Musik der Band ist zu sagen, dass das Gebotene - zumindest live, da ich die Studiowerke bisher nicht gehört habe - nicht unbedingt vor Variation und Innovation strotzen. Gut, dies ist sicherlich nicht das Ziel der Band, bringt aber auch nicht viel Spannung in die Live-Situation. Ich fand die Musik zwar gelungen, auf Dauer jedoch etwas langatmig und monoton. Dennoch war die Show von "Amystery" keinesfalls schlecht, jedoch nicht unbedingt mitreißend.
Hier findet ich ein Video des Auftrittes: KLICK
"Thorngoth": Nun zu den Headlinern und daher der letzten Band des Abends, "Thorngoth". Mit gut 70-80 Minuten Spielzeit hatten die Herren einiges vor. So wurden natürlich auch diverse Titel ihres aktuellen Albums "Leere" vorgetragen. Dieses konnte mich bereits in den eigenen vier Wänden, nun aber auch live, überzeugen. Jedoch hatten auch "Thorngoth" etwas Probleme damit, die Anwesenden durchgehend bei Laune und stets aufmerksam zu halten. Man fand zwar einige hartnäckige Besucher den ganzen Auftritt lang vor der Bühne, der Barbereich war dafür jedoch mehr als gesteckt voll. Zum Ende des Gigs wurden noch zwei Nummern als Zugabe gespielt. Bei einer dieser kam "Amystery"-Frontmann Nephesus - bereits ungeschminkt und umgezogen - erneut auf die Bühne, um "Thorngoth"-Sänger Akhorahil zu ersetzen und zusätzlich mit seinem Sechssaiter auszuhelfen. Ein ungewöhnliches, aber doch interessantes Ende, da sich Akhorahil ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf der Bühne sehen ließ.

So ging ein bis auf die Knochen schwarzmetallischer, durchaus gelungener Abend zu Ende. Meine Erwartungen wurden durchwegs erfüllt, meine Hoffnungen an einen halbwegs passablen Sound sogar übertroffen. Somit bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden mit der Leistung von Bands und Veranstalter/n. Nun komme ich, wie immer, zu meiner abschließenden Pro-/Kontra-Liste: + top Location mit ausreichend Platz + gute Bandauswahl + durchwegs guter Sound (zumindest für die Besucher) + angemessene Preise für Getränke und Speisen - wenig Auswahl an Speisen (dennoch angemessen) - keine Beschilderung für die Anfahrt - keine ausgehängte Running Order (führte bei einigen - inklusive mir - zu Verwirrungen) Hiermit bedanke ich mich bei Daniel Erber für den gelungenen Abend. Man sieht sich bei der Castle Invasion im August!
Redakteur: Florian
Festivaldatum: 31. März 2012
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