Dieses Jahr wurde das erste Rock am Inn Festival in Braunau am Inn, Oberösterreich veranstaltet. Am Abend des 11. Aprils spielten 12 Rock- und (leider eher wenig) Metal-Bands auf 2 Stages in der Bezirkssporthalle in Braunau. Dabei war das Lineup, sortiert nach der Zeit des Auftritts, wie folgt:

Every Morning Hell (Alternative aus Maria Schmolln), Kätchen Kätchen (Rock aus Wels), Empty Promise (Punk Rock aus Ried im Innkreis), Art Advocates (Rock aus Kirchanschöring/Fridolfing, Deutschland), Random Fall (Rock aus Braunau), Windbag (Punk Rock aus Teisendorf, Deutschland), California Coach (Blues Rock aus Braunau), First Class Ticket (Rock aus Salzburg), Supervision (Ska aus St. Johann am Walde), Break The Tape (Rock aus Braunau), tuXedo (Hardcore aus Mattighofen) und Misfyre (Metal aus Jeging).
In diesem Bericht werden die Auftritte von California Coach, tuXedo und Misfyre beschrieben.
Eigentlich sollten die Braunauer Rocker California Coach um 22:00 Uhr auf der Bühne stehen und ihre Songs zum Besten geben. Durch einige Verzögerungen vorheriger Bands hat sich leider die gesamte Running Order verschoben. Daher hab ich von Misfyre nur wenige Minuten gesehen. Doch jetzt zu California Coach. Um zirka 22:35 Uhr begann das Quartett letztendlich zu spielen, und das in bester Manier. Die Truppe spielt eine Mischung aus Blues Rock à la AC/DC und modernem Rock wie man ihn u.a. von Danko Jones kennt. Besonders überzeugt haben mich die Soli des Lead Gitarristen „General Mojo" David. Die Stimmung des Publikums war ziemlich gut, also haben sie ihr Bestes gegeben um die Rock’n’Roll-Fans mit Hits wie „Miss Piggy“ oder „Blues Train“ zu beehren. Durch die Verzögerungen konnte die Band leider den Wunsch nach einer Zugabe nicht mehr erfüllen, eigentlich ziemlich schade.
Die vorletzte Band war tuXedo, eine Hardcore-, oder wie sie es bezeichnen, Crosscore-Band aus dem naheliegenden Mattighofen. Eigentlich sollten sie um 00:40 Uhr beginnen, wegen den Verzögerungen haben sie letztendlich um 01:30 Uhr die Bühne betreten. Man hält es nicht für möglich, aber das Publikum war zu dieser späten Stunde noch topfit, der Moshpit tobte und die Besucher der ersten Reihe ließen ihre Haarpracht fliegen. Die Stimmung war vom 1. Song, „Fanatics“, bis zum Ende mit der Nummer „Flow & Away“ einfach super. Dazwischen gab es einen Ehrengast auf der Bühne zu sehen und zu hören. Beim Song „Sick Of It“ war Christof Kiebe, Sänger der Salzburger Hardcore-Truppe Decent, anwesend und hat zusammen mit tuXedo kräftig ins Mikro gebrüllt.

Der Begriff Headliner beschreibt die letzte Band des Abends, also die Band, bei der es so richtig abgeht. Im Fall von Misfyre war es eher nicht der Fall. Eigentlich sollte ihr Gig um 02:00 Uhr zu Ende sein, durch die Verspätungen haben sie jedoch da erst zu spielen begonnen. Dennoch waren noch einige Fans anwesend und haben sich die Jungs aus Jeging nicht entgehen lassen. Die Band hat sich vom Songangebot quer durch ihre beiden veröffentlichten EPs („Nothing Should Remain“ und „Eurphoric Marchin‘ The Way“) gespielt und den Fans zum Abschluss noch einmal gründlich eingeheizt. Dabei durften Hits wie „Misfyred“ und „Waiting For Death To Come“ natürlich nicht fehlen.
Jetzt noch kurz zu meinem Fazit des Festivals. Für einen Tag waren es eindeutig zu viele Bands. Da ist das Risiko natürlich hoch, dass Verzögerungen und Verspätungen auftreten. Dennoch war es ein gelungener Abend, was die Reaktionen der Fans und der auftretenden Bands wiederum auch bestätigt haben. Am Gelände außerhalb der Halle gab es noch ein kleines, aber feines Partyzelt wo man zu einem kühlen Bier Musik von AC/DC, Böhse Onkelz und Co. zu hören bekam. So kam eigentlich nie wirklich Langeweile auf, außer am Anfang des Events, da die meisten Besucher erst um 9 Uhr oder später kamen.
Da kann ich nur hoffen, dass das Festival nächstes Jahr wieder stattfinden wird.
Redakteur: Florian
Konzertdatum: 11.04.2009
Homepage: Rock-am-Inn.at
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