Endlos [Mai.2013]
"Es war absolut nicht geplant, diese EP aufzunehmen. C. kam einen Tag zu mir und irgendwann kam die Idee, etwas in Richtung "Hypothermia" einzuspielen, was ich, wie schon vorhin gesagt, eh mal machen wollte. Nun gut, für mich persönlich ging das allerdings auch wieder in eine ganz andere Richtung, aber ich bin unheimlich zufrieden. Das Ganze war also eine sehr spontane Kiste."Das deutsche Duo "Endlos" ist vielleicht noch nicht in aller Munde, trägt dafür aber das inne, was den Underground-Charme ausmacht und in der Moderne leider oftmals vernachlässigt wird. Doom trifft auf Black Metal, das Ganze wird auf die gewohnt rustikal präsentiert. Dabei wird zwar nicht das Rad neu erfunden, aber die Ideen werden doch auf eine eigene, individuelle und glaubwürdige Art und Weise vorgetragen und gerade die EP "Oktober", die erst vor kurzem erneut auf Tape aufgelegt wurde, sollte für Freunde des Genres einen Hörer wert sein. Wir haben uns mit den beiden Herren über die ursprünglichen Ideen, die zu der Gründung geführt haben, und die aktuellen Geschehnisse gesprochen.
Winterblood [April.2013]
"Ich mache ja schon seit zehn Jahren eher traditionellen, klassischen Schwarz Metall. Irgendwann wird man es aber überdrüssig, immer wieder den selben Stil zu spielen. Versteht mich nicht falsch, ich höre immernoch ganz gerne die alten Bands und Helden wie "Bathory", "Desaster", "Darkthrone" oder "Mayhem" und ich habe auch eine starke Verbundenheit zum Black Metal, aber ich habe mal Lust auf was frisches, modernes, innovatives, progressives. Es gibt ausgezeichnete neue Black Metal Bands wie "Agrypnie", "Heretoir", "Nocte Obducta", "Todtgelichter" oder auch "Blutmond". Mir bedeutet Black Metal immer noch viel, aber mich dürstet es nach einer eigenen, neuartigen, einzigartigen Interpretation."Dass Black Metal nicht nur in eine Richtung ausgelegt werden kann, ist durch die Vielzahl an innovativen und eigenständigen Bands nichts Ungewohntes mehr. Und auch die deutsche Gruppe "Winterblood", die bereits seit rund sechs Jahren ihr Unwesen treibt, hat sich einer neuartigen und eigenständigen Interpretation des Genres verschrieben. Das Debüt-Album "Herbstsehnsucht", welches dieses Jahr erscheinen wird, hat eine große Bandbreite von Einflüssen und Ideen. Mit Sänger und Gründungsmitglied Fall haben wir uns über den Geist und das Wesen der Band unterhalten.
Syrgðr Skógr [April.2013]
"Ein kleines, augenzwinkerndes "früher war alles besser" gibt es vielleicht schon, aber im Prinzip ist mein Anspruch, dass die Musik an sich etwas Organisches, Lebendiges wird. Dies ist mit "altmodischen" Ausdrucksformen besser zu erreichen als mit diesen perfekten, überproduzierten Aufnahmen. Es soll echt klingen und sich echt anfühlen. Damit möchte ich auch ganz bewusst einen Kontrapunkt setzen zu beliebig reproduzierbarer Massenware."Dass auch das nördliche Bundesland Schleswig-Holstein für musikalische Überraschungen gut ist, wurde immer wieder von Bands wie "Drautran", "Skardus" und "Eldborg" unter Beweis gestellt. Seit einigen Jahren belebt Multi-Instrumentalist und Songwriter Herr Sjögren die nordische Musik-Landschaft unter diversen Namen. "Syrgðr Skógr" nennt sich eines dieser kreativen Plattformen und steht für authentischen, bodenständigen und naturverbundenen Metal. Mit "Wurzala" wurde in diesem Jahr das dritte Demo veröffentlicht, in dem die bekannten Attribute verfeinert wurden, aber auch neue Aspekte zu Tragen kommen.
Hallig [April.2013]
"Es funktioniert wohl nie so, wie man es plant. Viel wichtiger ist natürlich, ob man zufrieden ist und das sind wir! Die Zeit im Studio war ziemlich anstrengend, da wir viele Köche sind und uns auch gerne selber mal den Brei verderben. Ich würde behaupten, dass allen Plänen zum Trotz erst im Studio ein komplettes Bild entstanden ist. An manchen Stellen konnten wir uns nicht sofort mit dem Sound anfreunden, den wir uns ursprünglich noch etwas anders gedacht haben, aber wie sich herausgestellt hat, hatte einfach jeder sein eigenes Bild im Kopf und was nun am Ende entstanden ist, ist schlichtweg die Schnittmenge."Mit der deutschen Gruppe "Hallig" erhebt sich abermals ein junges Black Metal-Projekt aus dem tiefsten Untergrund des Genres. Vor einiger Zeit machte die Band auf YouTube mit zwei Songs auf sich aufmerksam und die Reaktionen darauf waren augenscheinlich sehr positiv. Im November letzten Jahres veröffentlichte sie ihr erstes Album "13 Keys To Lunacy". Heute steht Mitglied F. Rotting Hill Frage und Antwort und gibt uns einen kleinen Einblick in das Dahinter des Projekts.
Klabautamann [April.2013]
"Die nordische Natur -genauso übrigens aber auch die ganz südliche, zum Beispiel in Neuseeland- hat für mich einen ganz besonderen Reiz. Ich bringe sie mit klarer Luft, frischem, kalten Wasser, ursprünglicher Unberührtheit und tiefer Ruhe in Verbindung – ganz im Gegenteil zur modernen Zivilisation mit ihrer Hektik, Enge und Luftverschmutzung, um nur einige Aspekte zu nennen. Also versteh mich nicht falsch, ich bin auch froh über die moderne Zivilisation und würde weder dauerhaft auf Heizung, noch auf moderne medizinische Versorgung verzichten wollen. Aber trotzdem nutze ich jede Möglichkeit dem Ruf der Wildnis in die Freiheit zu folgen. Und durch die Sagen und Mythen gewinnt für mich jeder Ausflug in die Natur an Atmosphäre und Mystik."Die deutsche Black Metal-Band "Klabautamann" feiert in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen: Das 15-jährige Bandbestehen und den 10ten Geburtstag des Debüt-Albums "Our Journey Through The Woods". So lag es nahe, sich erneut mit den zwei gesprächigen Musikern zusammen zu setzen, um sowohl die Geschichte der Band in ihren Einzelheiten, als auch die Eigen- und Besonderheiten des Debüt-Albums zu besprechen. So wohnt diesem Gespräch eine nostalgische Ader inne, die vielleicht keinen Aktualitätsbezug hat, dafür aber Auskunft über das Grundverständnis der beiden Protagonisten geben kann. Um dies auch zu visualisieren, wird das Interview ausschließlich mit Bandfotos aus der damaligen Zeit geschmückt.
Totengeflüster [März.2013]
"Ich für meinen Teil glaube daran, dass Leben Bewegung bedeutet und Fortbestehen Entwicklung. "Totengeflüster" wurde in diese unwirtliche Welt geworfen, doch wir wollen uns nicht damit begnügen zu existieren, wir wollen unsere Essenz ergründen! Momentan sind wir weit davon entfernt, unsere Entwicklung vollendet zu haben, wir sind nicht mehr als Larven unseres wahren Ichs. Metamorphose – das ist, was ich wirklich anstrebe. Alles, was "Totengeflüster" im finsteren Herzen trägt, soll sprießen, soll wachsen, soll sich entfalten! "Alles in mir schreit nach Leben, ich war viel zu lange tot!", um es mit den Worten "Nocte Obductas" zu sagen..."Mit ihrem Erstlingswerk "Vom Seelensterben" haben die deutschen Symphonic Black Metal-Newcomer "Totengeflüster" bereits für einiges an Aufsehen gesorgt. Viele Kritiker waren begeistert vom Schaffen der jungen Gruppe und bezeichnen Sie als würdigen Nachfolger der frühen Tage dieses Genres. Was die drei Musiker tatsächlich in dieses Projekt investieren, damit verbinden und ausdrücken wollen, haben uns Sänger Narbengrund und Gitarrist Totleben in einem ausführlichen Gespräch verraten...
Mysticum [März.2013]
"Ja, wir sind ganz eindeutig etwas Besonderes im Vergleich zu anderen Black Metal-Pionieren aus Norwegen zu dieser Zeit und haben bei vielen Hörern für fragende Blicke gesorgt, heh heh. Wir bekamen viele gute Reviews von den Leuten, die unsere Demos gehört hatten, und natürlich gab es auch welche, denen die Idee vom Industial-Black Metal nicht gefiel, besonders Schlagzeugern, heh heh. Als wir damals unsere Musik machten, dachten wir tatsächlich sehr weit voraus, bis zu dem Punkt, an dem wir heute stehen, bis zu dem, was wir gerade produzieren. Wir hatten damals nicht viele Möglichkeiten, uns Vorstellungen über Dinge wie "Genau so soll es klingen" zu machen, während wir geduldig auf Möglichkeiten warteten, wie wir sie heute haben. Euronymous wusste genau, was wir dachten, und wir teilten unsere Gedanken natürlich auch mit ihm."
Wenn Legenden eines Musik-Genres ihre Köpfe aus der Asche erheben, steigen die Erwartungen erfahrungsgemäß und ein Gefühl der Euphorie verbreitet sich innerhalb der Anhängerschaft. Genauso dürfte es auch gewesen sein, als die Nachricht kam, dass die norwegische Black Metal-Legende "Mysticum" beschlossen haben, wieder Musik zu machen. Ihr Debüt-Album "In The Streams Of Inferno", welches 1996 erschien, hat bis heute eine einzigartige Stellung. Die archaische Verbindung von Industrial und Black Metal war bis dato unbekannt, sodass "Mysticum" neue Standards setzten. Entsprechend freuen wir uns natürlich besonders, dass man sich dazu bereit erklärt hat, uns ein paar Fragen zu beantworten. Und auch wenn diese quantitativ beschränkt wurden, wurde doch ausführlich und ehrlich geantwortet. Aber liest selbst!
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Molllust [Februar.2013]
"Inhaltlich habe ich mich mit dem beschäftigt, was unter der Oberfläche liegt und stetig wiederkehrt: Zweifel, Ängste, Schuldgefühle, Gier, aber auch Gelüste und Sehnsucht. Teils waren es auch reale Ereignisse, die ich verarbeitet habe. Dabei habe ich allerdings den Inhalt meistens entfremdet und in einen anderen Kontext gesetzt. Dies wird sich in Zukunft ändern, ich habe von Stück zu Stück mehr die Scheu verloren, etwas von mir und meinen Erlebnissen Preis zu geben. Die Musik ist ein Spiegel der Emotionen, die die inneren Konflikte auslösen."Mit "Schuld" der Newcomer-Band "molllust" liegt seit November 2012 ein neues Album aus dem Genre des Opera Metal vor. Überrascht und begeistert vom Schaffen der deutschen Musiker, wollte ich etwas mehr über den Hintergrund wissen, und so stand Sopranistin, Pianistin und Bandgründerin Janika Groß Rotting Hill gerne für ein paar Fragen zur Verfügung.
Black Light Music [Februar.2013]

"Natürlich gibt es immer wieder Veränderungen, die aber nicht immer positiv sein müssen. Die Arbeit als Label ist härter denn je geworden, gerade was die Promotion angeht. Man muss schauen, kostengünstig die Veröffentlichungen zu bewerben. Somit ist der Umstieg auf Ipool oder Haulix zwar sinnvoll, aber erfahrungsgemäß gibt es noch immer zu wenige Magazine, die darauf reagieren."
Im Rahmen unseres Label-Specials rund um das österreichische Label Black Light Music, haben wir uns ausführlich mit Inhaber Jens unterhalten.
Flammensturm [Jänner.2013]
"Einzigartig müssen wir ja gar nicht sein. Wichtig ist nur, dass man das, was man macht, aus voller Überzeugung macht. Nötig hatte das Pagan-Genre uns sicher nicht. Aber es wäre nur Lug gewesen, hätten wir etwas anderes gemacht. Von daher war dies der einzig mögliche Weg. [...] Die musikrichtung des Pagan Metals ist absolut übersättigt. Und leider kommen viel zu viel Bands nach, die absolut nicht hörenswert sind. Nicht etwa, weil sie schlechte Musiker wären, sondern vielmehr weil sie diese Musikrichtung aus reiner verachtenswerter Erfolgsgeilheit gewählt haben."Wulf Degan, seines Zeichens Sänger der Band "Flammensturm", war bereit uns ein paar Fragen zum neuen Album zu beantworten. Zum Zeitpunkt der Ausarbeitung der Fragen gab es leider noch keine Anzeichen über die Auflösung der Gruppe. Im Nachhinein betrachtet ist daraus ein sehr schönes und lesenswertes Abschieds-Interview entstanden, das sehr ehrlich ist und auch viele emotionale Passagen beinhaltet. "Flammensturm"-Fans sollten diese letzten Worte einer kleinen Musikgröße keinesfalls verpassen!
Waldgeflüster [Dezember.2012]
"Ich denke, ich habe viel über mich selbst gelernt. Über mein Verhältnis zur Natur, meinen Respekt vor dem körperlichen Reisen, aber auch darüber, dass sich "Durchbeißen" oftmals lohnt, und dies auch möglich ist. Ich halte mehr aus, als ich oftmals denke, und wenn die Gedanken "es geht nicht mehr" aufkommen, weiß ich jetzt, dass man immer noch einen Schritt weiter machen kann. Das sind grundlegende Erfahrungen, die ich von diesem Trip mitgenommen habe, und die mir im Alltag helfen."
Im vergangenen Jahr haben sich die Brüder Jan und P. dazu entschlossen, eine gemeinsame Reise in Form eines Konzept-Albums künstlerisch umzusetzen. Das Projekt "Waldgeflüster", das bereits 2005 von Jan (aka Winterherz) gegründet worden ist, bot hierfür die entsprechenden Mittel. Nach dem viel gelobten 2009er Debüt-Album "Herbstklagen", haben die Brüder es geschafft, "Waldgeflüster" in vielerlei Hinsicht weiterzuentwickeln. Dementsprechend gab es genügend Redestoff für dieses Interview. Dabei hat Jan die Hintergründe des aktuellen Albums "Femundsmarka - Eine Reise in drei Kapiteln", seine Intentionen, Impressionen aus dem vergangenen Jahr, und vieles mehr näher beleuchtet.
Kvlt of Hiob [Dezember.2012]
"Das Album folgt keinem Konzept, die Songs sind in sich geschlossen. Es werden allgemein bekannte christliche Motive aufgearbeitet und ins Negative ausgedeutet. Der Songtext für "The Lords Prayer" basiert auf drei verschiedenen "Vater Unser", die ich genommen und zusammengefasst habe. Zentrale Schlüsselbegriffe habe ich dabei verdreht und abgeändert. "Abominations of the Earth" handelt von Babylon, "Theos" vom Glaube, "Sacrament" von der Eucharistie."Die deutsche Okkult-Institution "Kvlt of Hiob" hat in diesem Jahr mit ihrem Debüt-Album "Thy Kingly Mask" viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nachdem bereits das erste Demo überzeugen konnte, weiß das Album nun, die gezeigten Stärken konsequent auszubauen. Da es zu dem Konzept der Band gehört, wenig Informationen über die bekannten sozialen Netzwerke preiszugeben, soll dieses Interview dazu dienen, ein wenig Licht ins Dunkle von "Kvlt of Hiob" zu bringen.
Sundowning [Dezember.2012]
"Wir haben alle unsere Einflüsse und es passiert nicht selten, dass man mit einer Idee in den Proberaum kommt und plötzlich sagen Dir drei Leute, dass es 1:1 wie Song XY klingt! Sowas landet dann zurecht in der Tonne. Das kann zwar frustrierend sein aber gehört dazu!"
Micha traf Christoph von "Sundowning", um mit ihm über die erste LP und noch vieles mehr zu sprechen.
Eden Weint Im Grab [Dezember.2012]
"Die wichtigste Entwicklung war auf jeden Fall die vom Ein-Mann-Soloprojekt zur Band. Das hat "Eden Weint Im Grab" einen großen Schritt voran gebracht, denn ich habe sehr fähige Musiker um mich, die die Aufnahmen aufgewertet haben und dafür gesorgt haben, dass es das Projekt auch live gibt. Ich habe zudem das Gefühl, dass ich musikalisch seit den ersten beiden Alben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht habe. Ich bilde mir ein, schlüssigere, eigenständigere Songs schreiben zu können und sie auch produktionstechnisch besser in Szene setzen zu können."Vor kurzem haben "Eden Weint Im Grab" mit "Nachtidyll – Ein akustisches Zwischenspiel" eine etwas andere, doch sehr überzeugende Platte herausgebracht. Nachdem uns das Material netterweise für eine Rezension (KLICK) zur Verfügung gestellt wurde, luden wir Düster-Metaller Alexander Paul Blake erneut zu einem Zwiegespräch mit unserem Magazin ein. Was Kreativkopf Alexander zu sagen hatte, ist mehr als interessant – also weiterlesen!
Angantyr [Dezember.2012]
"Ich strebe nach der sich immer weiter steigernden Wucht der Melodien, deren Zuspitzung einen epischen Höhepunkt herbeiführt, welcher wiederum auf dem Weg dorthin nicht an Durchhaltevermögen einbüßt."
Ein Meister seines Fachs, begeistert Ynleborgaz jedes Mal, wenn sein Hauptaugenmerk erneut auf einer neuen LP für "Angantyr" ruht. Da ist es quasi selbstverständlich, dass auch "Forvist" vorbehaltlos durchgewunken wird – hier kommt das Wort "Epik" noch zu seinem Recht! Eine Unterredung mit dem dänischen Gegenpapst ließ sich daher kaum vermeiden.
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