Quest Of Aidance - Dark Are The Skies At Hand
Gut zwei Jahre nach dem Release dieser EP erreicht mich "Dark Are The Skies At Hand". Ob es sich nun um einen Re-Release handelt, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass Pulverised der EP einfach etwas mehr Aufmerksamkeit geben wollte, und die EP deshalb als Promo angeboten hat. Wie auch immer, schauen wir uns das gute Stück einmal genauer an...
Als ich gelesen habe, dass Christian Älvestam (Ex-"Scar Symmetry", "Solution .45") bei der Band ist, waren meine Erwartungen sehr hoch, auch wenn er "nur" an der Gitarre werkt. Wie es jedoch oft so ist, wurde ich bitter enttäuscht. Aber dazu später mehr.
Den Anfang macht erst einmal das Stück "Distant World Arrival", und zwar mit Blastbeat und tiefem, Grind-lastigem Growling. Teils schnell wütend, teils langsam groovend gehen die Schweden hier zu Werke. Jo, das klingt einladend. "Red Dust" und "Sirian Breed" gehen dann denselben Pfad wie der Vorgänger. Ein ganzes Album mit diesem Material wäre sicherlich etwas langweilig, aber eine EP mit 15 Minuten wäre auf jeden Fall ertragbar.
Dann jedoch kommen Tracks, bei denen ich nicht weiß, was sie auf der EP verloren haben. Diese wären "Soundtrack To Hish" und " Yautjan Overture". Das hier ist kein Metal, nur überlanges Intro-/Outro-/Überleitungs-Zeug, welches mitten im Album nichts verloren hat, und mit einer Länge von fast sieben Minuten auch nicht am Anfang oder am Ende einer CD. Ehrlich, "Quest Of Aidance", Schande über euch!
Zumindest kann der letzte Song, "Yield", noch überzeugen, da er in die Kategorie der ersten drei Tracks fällt und daher feinen Death-Grind zu bieten hat.
Leider kann mich auch der Sound nicht vollends überzeugen, da dieser von Song zu Song wechselt weil die EP eigentlich nur eine Zusammenstellung zweier Songs von der "Fallen Man Collection"-EP und drei bisher unveröffentlichten Songs ist. Da hätte man sich auf einen einheitlichen Sound einigen sollen, und jener des ersten Tracks würde meiner Meinung nach am besten passen. Nur "Yautjan Overture" wäre in gekürzter Form eventuell ein gutes Intro.
Abschließend bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer, dass vier der sechs Songs recht nett zu hören sind - eigentlich sind nur die beiden der Vorgänger-EP richtig gut, aber zu kurz -, der Sound besser hätte sein können, oder eher sollen, und, dass die beiden Non-Metal-Tracks komplett unnötig und fehlplatziert sind. Ich kann daher nicht unbedingt zu einem Kauf empfehlen. Interessenten sollten daher vorher unbedingt reinhören! Ich würde für die EP jedoch kein Geld ausgeben.
Tracklist:
01. Distant World Arrival 02. Red Dust 03. Sirian Breed 04. Soundtrack To Hish 05. Yautjan Overture 06. Yield
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