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| Bosque - Passage
[ Kategorie: B · 370 angesehen ·
0 Kommentare ] | | Hinzugefügt am | 19.06.2012 | | Interpret | Bosque | | Genre | Funeral Doom Metal | | Herkunftsland | Portugal  | | Veröffentlichung | 2009 | | Auflage | Re-Release | | Label | Dunkelheit Produktionen | | Website | http://www.bosque.pt.vu/ | | Review | Bosque – Passage In Zeiten von Instagram und Vintage-Filtern kann man sich als Redakteur manchmal nicht sicher sein, ob nun ein Vintage- bzw. Retro-Effekt auf den Sound gelegt oder im Studio einfach nur schlecht gemischt wurde. Die Portugiesen von "Bosque" legen mit ihrem bereits zwei Jahre alten Debüt "Passage" ein Werk vor, bei dem spekuliert werden kann. Das Tape an und für sich weiß zunächst mit einer anhaltenden düsteren und verträumten Atmosphäre zu überzeugen. Getragen wird das komplexe Konstrukt aus Progression und Regression, durch langsame Riffs und angenehm unauffällige Synthies. Zugegeben, langsame Riffs sind Bestandteil der Definition des Funeral Dooms (siehe hier auch die deutschen Stammhalter von "Ahab" oder das Soloprojekt "Catacombs" aus den Vereinigten Staaten). Dennoch und wohl auch durch den bereits genannten Einsatz der Synthesizer wird hier ein ganz anderer, eigener Sound kreiert, der durch einen markanten Wechsel von abstruser Soundkulisse zu dilettantischem Saitengezerre irgendwie doch im Ohr verbleibt. Ein Malus sind hier leider die Vocals, die zwar vorhanden sind, aber im Kontext eher fehl am Platz wirken. Selbst wenn man der portugiesischen Sprache mächtig ist, wird man kaum ein verständliches Wort vernehmen, von der Qualität des Gesangs ganz zu schweigen. Manchmal ist weniger mehr. Um nun nochmals auf die als erstes angesprochene Retrovertierung des Sounds zu sprechen zu kommen, gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Endprodukt, welches aus den Boxen schallt. Der Sound ist verkratzt und zwar so, dass man das Gefühl hat, dass der ursprüngliche Release, welcher auf CD erschien, mit einem Kassettenrekorder aufgenommen und danach auf die vorliegende Promo gebrannt wurde, nur um sie dann erneut auf ein Tape zu ziehen. Das wäre die eine Option, die neben einem auditiven Instagram bzw. Vintage-Filter die Soundqualität erklären könnte. Wer sich von diesen zwei Mali nicht abschrecken lässt und Interesse an einem ungewöhnlichen und durchaus experimentellem Output hat, sollte hier schnellstens zuschlagen und sich überzeugen lassen. Tracklist: 01. Erasure 02. Fields of Light 03. Behind 04. Candles | | Redakteur | Phil | | Bewertung | 8/10 |
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