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| Todesstoß - Sauglingshängwerk Aushilfsheins
[ Kategorie: T · 467 angesehen ·
0 Kommentare ] | | Hinzugefügt am | 04.07.2012 | | Interpret | Todesstoß | | Genre | Black Metal / Dark Metal / Experimentelle Musik | | Herkunftsland | Deutschland  | | Veröffentlichung | 2011 | | Auflage | Erstauflage | | Label | Traumorgane-Kreationen | | Website | http://www.traumorgane.de | | Review | Todesstoß - Sauglingshängwerk Aushilfsheins Im letzten Jahr hat das obskure Projekt "Todesstoß" gleich zwei Veröffentlichungen ausgespuckt. Auf der einen Seite gab es das selbstbetitelte Album, das durch seine schwere Zugänglichkeit und dem noisigen Einschlag teilweise an Bands wie "Gnaw their Tongues" oder "Dead Raven Choir" erinnert und die bisherige Hörerschaft vor eine kleine Herausforderung stellen dürfte. Eine ausführliche Erläuterung findet ihr in dem entsprechenden Review. Auf der anderen Seite wurde mit "Sauglingshängwerk Aushilfsheins" ein Album veröffentlicht, das nicht nur aufgrund des extravaganten Namens Gehör finden sollte. Denn in Relation zu dem selbstbetitelten Album könnte man fast von einer bodenständigen Gegenkomponente sprechen, so abstrus das auch bei der Extremität des vorliegenden Werkes klingen mag. Die 45 Minuten Spielzeit sind auf nur zwei Tracks verteilt, wodurch bereits hier der erste offensichtliche Unterschied zu finden ist. Die Atmosphäre wird über die lange Zeit mühsam aufgebaut und mit verschiedenen Facetten bereichert. Die bitterböse Grundlage bildet dabei eine konfuse Mischung aus chaotischem Black Metal und treibenden Gitarren-Passagen, deren kreative Ursprünge man bei Bands wie "Bethlehem" suchen könnte. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass "Todesstoß" nicht den Anspruch an sich stellt, durch technische Raffinesse oder fein durchdachte Songstrukturen ein Werk abzuliefern, das den modernen Erwartungen der Musik-Industrie gerecht wird. Auch die Produktion ist fern ab von dem auf Hochglanz polierten Einheitsbrei. Nein, was die Musik von "Todesstoß" auf diesem Werk ausmacht, ist die Emotionalität. Damit möchte ich mich nicht auf irgendwelche pseudo-depressive Werke, sondern auf die scheinbar völlig intuitive Art und Weise, mit der hier Musik produziert wird, beziehen. Die verschiedenen Stimmungen des Albums werden durch Variationen im Gesang, Arrangements und diverse Tempo-Wechsel herbeigeführt, die tatsächlich den Soundtrack zu einem Film wie "Begotten" darstellen könnten. Diese extreme Eigenart hat natürlich auch zur Folge, dass sie konträr zu den Hörerwartungen der durchschnittlichen Hörerschaft steht. Insofern handelt es sich hierbei definitiv um ein Album, welches man sich in Ruhe anhören muss, damit es die gewünscht Wirkung entfalten kann und selbst das garantiert noch lange nicht, dass man den Ansatz von "Todesstoß" nachvollziehen oder mögen wird. Was man dem Projekt aber auf jeden Fall zusprechen muss, ist, dass es geschafft hat, einen ganz eigenen, individuellen Stil zu kreieren, der fernab von dem Durchschnitt des Genres steht. Tracklist: 01. Sauglingshängwerk Aushilfsheins 02. Spannungstrauma X | | Redakteur | Tim | | Bewertung | 7/10 |
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