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Dämmerfarben - Herbstpfad
[ Kategorie: D · 509 angesehen · 0 Kommentare ]
Hinzugefügt am09.08.2012
InterpretDämmerfarben
GenreFolk / Black Metal
HerkunftslandDeutschland 
Veröffentlichung2012
AuflageErstauflage
LabelNorthern Silence Productions
Websitehttp://www.daemmerfarben-band.de/
Review
Dämmerfarben - Herbstpfad

Die deutsche Band "Dämmerfarben" sollte durch das gelungene Erstlingswerk "Im Abendrot", dem Beitrag zum Konzept-Sampler "Der Wanderer über dem Nebelmeer", aber auch durch die Aktivitäten des Multiinstrumentalisten und Songwriters Nostarion in anderen Bands und Projekten wie "Autumn in Frost", "Folkearth", "Funeral Procession" und "Seelenfrost" bereits einem Großteil der potentiellen Hörerschaft ein Begriff sein. Über die Geschichte der Gruppe möchte ich an dieser Stelle aber keine Worte mehr verlieren, denn es wurde bereits alles in dem Interview (Klick) und der Rezension zum Debüt-Album (Klick) geklärt. Diejenigen Änderungen, die direkt das aktuelle Album "Herbstpfad" betreffen, sollen aber erwähnt werden. Am prägnantesten wird die Line-Up-Ergänzung durch Emma Björling (Gesang), Magnus Holmström (Nyckelharpa) und Martin (Akkordeon). Diese neue instrumentelle Vielfalt steht in Verbindung mit dem Konzept des Albums. Wo "Im Abendrot" eine romantische, bewusst verklärte Blickvielfalt darstellte, wirkt "Herbstpfad" naturalistischer, roher, aber auch erdiger und bodenständiger.

So besteht das Album aus zwei Teilen. Zum einen sind vorwiegend akustische Folk-Lieder zu hören, die sich durch ihre schwedischen Titel und einer durchschnittlich recht kurzen Spielzeit auszeichnen. Nun hätte man bei einem solchen Konzept nicht unbedingt soetwas erwartet, doch ist es wohl nur konsequent und aufmerksam, auch die subtile Schönheit der weniger grauen Herbsttage derart zu vertonen. Durch das breite Spektrum der Instrumente sind diese Lieder für mich auch gleichzeitig der musikalische Höhepunkt und eine positive Überraschung. Vielschichtige Songstrukturen und wunderschöne Melodien stellen ein Portrait des Herbstes dar, das nicht unbedingt fehlerfrei und glattgeschliffen, dafür aber faszinierend, und einnehmend sind. Sie gehören zu der Art von Liedern, bei der man sich sofort heimisch fühlt und nichts vermisst. Aber das ist nur die eine Seite des Albums. Der Rest wurde mit Material gefüllt, das sich auf verschiedene Metal-Genres beruft, und in der Herangehensweise an "Kerbenok" erinnern mag. Denn man beschränkt sich hier keineswegs auf die Stilmittel des Black Metals, sondern lässt Raum für treibende Rhythmus-Gitarren, mehrspurige Gitarren-Melodien und weniger hektische Momente. Dazu kommt der krächzende Schreigesang von Nostarion und das abwechslungsreiche Schlagzeugspiel von Chris, der im übrigen bei den bereits genannten "Kerbenok" ebenfalls aktiv ist.

An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir bei den metallischen Sütcken eine größere Präsenz von akustischen Instrumenten und eine weniger ausschweifende E-Gitarre gewünscht, doch ist das Album so wie es ist auf das Konzept zurecht geschnitten, weswegen sich die vorhandene musikalische Umsetzung rechtfertigen lässt. Insgesamt zeigt das Album derart viele Ideen und passionierte Momenete, dass das Zuhören einfach ein Wohlgefühl beim Hörer auslöst. Diese emotionale Seite wird durch die Professionalität der Künstler ergänzt, weswegen "Herbstpfad" für mich, vor allem wegen der folklorischen Momente, sicher noch öfter die erste Wahl zur Überbrückung der warmen Sommertage sein wird.

Tracklist:

01. Höststig
02. Im Spätherbst
03. Vinterblekheten över fältet
04. Zu nächtlicher Stund
05. Löv i höststormen
06. Und Winters Kälte kehret ein
07. Vintervisa
RedakteurTim
Bewertung8/10
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Schönes WE an alle! Man sieht sich am Dark Easter bzw beim Ragnarök!

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Danke für das Review der EP "Sick" von Catastrofear! Thumb up

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Danke.. ebenso... Lasst es fein krachen Grin

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Wünsch euch ein schönes Wochenende

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Hmm?

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