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| The Flight of Sleipnir - Ascension
[ Kategorie: T · 518 angesehen ·
0 Kommentare ] | | Hinzugefügt am | 13.08.2012 | | Interpret | The Flight of Sleipnir | | Genre | Viking / Doom Metal | | Herkunftsland | U.S.A.  | | Veröffentlichung | 2012 | | Auflage | Erstauflage, Compilation | | Label | Eyes like Snow (Northern Silence Productions) | | Website | http://www.flightofsleipnir.com/ | | Review | The Flight of Sleipnir - Ascension Ich muss es zugeben: Diese Promo ist mein erster Kontakt mit "The Flight of Sleipnir". Sicher, ich wusste, dass es da eine aufstrebende, amerikanische Band gibt, die doch tatsächlich ein heidnisches Konzept mit Doom Metal vereinbaren will. Und ich sage es noch einmal: Es ist eine amerikanische Band. Ich gehöre wohl zu den eher weniger engstirnigen Musikkonsumenten, aber dieses Vorhaben ließ sich in meinem Kopf einfach nicht miteinander verbinden, weswegen ich die Band einfach bei Seite gelegt habe. Nun, ein paar Jahre später komme ich nicht mehr dran vorbei, denn mit "Ascension" hat Eyes like Snow eine Compilation in Planung, die die ersten EPs "Wisdom Calls for Sacrifice" und "Winter Solstice II", sowie zwei Bonustracks enthält. Und da ich es immer als sinnvoll erachte, sich mit einer unbekannten Band in der chronologisch korrekten Reihenfolge zu befassen, kommt mir diese Compilation auch sehr entgegen. Um es vorweg zu nehmen, ich hätte nie gedacht dass ein derartiges Projekt so gut aufgeht. Der Doom Metal von "The Flight of Sleipnir" ist weder eine 100-prozentige Kopie der Helden der 70er und 80er Jahre wie "Trouble" und "Pentagram", noch handelt es sich um eine durch und durch modernisierte Version. Viel mehr setzt sich die Musik aus verschiedenen Einflüssen zusammen. Black Metal-Einflüsse lassen sich genauso wie diverse Folk-Passagen in Form von Akustik-Gitarren heraushören. Der Sockel wird dabei aber meist von meditativen und bleischweren Doom-Riffs gefestigt, die durch starke Soli, Variationen der Melodien und Strukturen, sowie den genannten Ausflügen in genrefremde Gebiete aufgelockert, aber nicht zerstört wird. Viele Doom- und Sludge-Bands scheintern ja bekanntlich daran, Songs zu schreiben, die trotz der Genreeigenschaften des Dooms nicht träge und leblos wirken. Diesen Schritt schafft das amerikanische Duo mit einer derartigen Leichtigkeit, dass man es eigentlich nicht glauben kann, hier ein paar der ersten Aufnahmen der Band zu hören. Sicher sind ein paar Kinderkrankheiten herauszuhören und auch der Klang ist gerade beim ersten Teil manchmal ein wenig dünn auf der Brust, aber man hat dennoch stets das Gefühl, Lieder zu hören, die in sich bereits derart homogen wirken, dass es sich eigentlich nicht um Demo-Material oder eine eigenproduzierte EP handeln kann. Der Erfolg, den die Band mittlerweile erlangt hat, ist demnach mehr als nur berechtigt. Mit "Let Us Drink Till We Die" ist dann noch ein Song enthalten, der herzlich wenig mit Doom Metal zu tun hat. Viel mehr lädt er zu einem Abend im Freien inklusive Schwarzbier, Graubrot, ein paar Freunden und einem Lagerfeuer ein. Und dennoch wirkt er in dieser Veröffentlichung nicht deplaziert. Auch die Gesangs-Passagen haben über die komplette Spiellänge einen großen Wiedererkennungswert und verbinden die instrumentellen Experimente mit dem Rest. Der Gesang ist übrigens grob in drei verschiedene Kategorien zu unterscheiden: Klassicher, melodischer Klargesang, energischer Rufgesang und ein Black Metal-artiger Kreischgesang. Insgesamt hat es die Band geschafft, Songs zu schreiben, die trotz der gegebenen Vielfalt eine Bodenständigkeit und Wärme ausstrahlen, die das Zuhören zu einem wahren Erlebnis machen. Auch beherrschen die beiden Amerikaner ihr Handwerk offensichtlich sehr gut und sind so in der Lage, sowohl technisch einwandfreie Soli wie auch eingängige Rock-Riffs zu schreiben. Wer aus ähnlichen Gründen wie ich bisher ein Reinhören vermieden hat, sollte schnellstens seine Meinung überdenken, denn "The Flight of Sleipnir" bieten ehrliche, authentische Musik, die für Liebhaber verschiedenster Genres interessant sein kann. Tracklist: 91. The Deceiver, the Blind, and the Beloved 02. At the Roots of the Ash Tree 03. Thrym's Bane 04. Be Forewarned ("Pentagram"-Cover) 05. Winding Path 06. Among the Slain We Are Chosen 07. Within the Fires of Muspell 08. Let Us Drink Till We Die 09. Algiz (live version) | | Redakteur | Tim | | Bewertung | 9/10 |
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