Ad Patres - Scorn Aesthetics
Hier klingt Death Metal noch wie er klingen soll: Mit ihrem aktuellen Debütalbum "Scorn Aesthetics" bringen die Franzosen "Ad Patres" ein Album auf den Markt, das vor Blasts und Doublekicks, begleitet von Mauern durchbrechenden Gitarrenriffs und einem fett klingende Bass, nur so strotzt. Die Growls von Axel Doussaud sind schon einige Level höher angeordnet als bei manchen Vertretern dieses Genres, denn sie gehören zu der Type, die man auch ohne Zuhilfenahme des Textbooks verstehen kann.
Nach dem Einlegen der CD in den Player, rollt die Todeswalze nach einem kurzen Intro auch schon los mit "The Lock". Mit diesem Song profiliert sich die Truppe als ehrenhafter Vertreter des Death Metal und überzeugt, sich das Album guten Gewissens weiter anzuhören. Mit "Scars Of Compromise" beweist Axel, dass sich neben zerstörerischen Growls auch exzellente, grunzende Pig Squeals in seinem Gesangsrepertoire befinden. Der Interessantheitsgrad diese Nummer wird durch die Tempowechsel enorm angehoben. Die nächsten beiden Nummern "Circles Of Red" und "To The Fathers" haben eins gemeinsam: Durch enorm aggressives Drumgedresche und Spieltempo zu Beginn heben sie einen aus dem Sitz, haben aber vereinzelt auch entschärfte melodische Parts, was Abwechslung beim Hören sicherstellt.
Der Rest des Albums zieht sich mit demselben Ehrgeiz, wie bei den vorigen Stücken, durch: Es mangelt hier nicht an der Spielfreude der Gitarristen, deren Finger über das Griffbrett fiedeln, an den unterstützenden Basslines, an nagelnden Drums, die wie eine Gewitterfront durch die Boxen ziehen und es heftig krachen lassen, an den hasserfüllten Growls – die Franzosen sind ein ehrenhafter Death Metal-Vertreter, in dem sicher noch die eine oder andere Überraschung für zukünftige Alben schlummert. Mit diesem Album tätigt man einen Griff zu purer Aggression, einfach nebenbei hören spielt es hier nicht: Die Songs verlangen dem Hörer einiges ab, ziehen einen in ihren Bann und fordern die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Die harte Proberaumarbeit macht sich bezahlt und spiegelt sich auf dieser CD wieder, mit welcher so manchen anderen Pop-Death Metalern das Fürchten gelehrt werden kann. Exzellent!
Tracklist:
01. ... 02. The Lock 03. Scars Of Compromise 04. Circles Of Red 05. To The Fathers 06. Scorn Aesthetics 07. In Vivo 08. Emphasize Nihility 09. Anti 10. All That Remains
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